Willkommen auf der Informationsseite zur Diagnose und Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis !

Experten gehen davon aus, dass inzwischen mehr als 10 % der Deutschen an einer autoimmunbedingten Schilddrüsenentzündung, der Hashimoto-Thyreoiditis, erkrankt sind. Das fehlgeleitete Immunsystem zerstört dabei die Schilddüse und eine chronische Schilddrüsenentzündung mit Schilddrüsenunterfunktion ist die Folge. Die Therapie einer Hashimoto-Thyreoiditis sollte auf den Patienten bezogen und nicht schematisch erfolgen. Der Erfolg der Behandlung muss sich dabei in erster Linie am Befinden des Patienten und nicht an Laborwerten orientieren. Leider gibt es in Deutschland nur wenige Experten für Hashimoto-Thyreoiditis. Hashimoto-Thyreoiditis ist zwar nach jetzigen Stand der Wissenschaft nicht heilbar, bei adäquater Behandlung ist aber weder die Lebensqualität noch die Lebenserwartung eingeschränkt. Ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis auf Augenhöhe ist für eine erfolgreiche Therapie dabei sehr hilfreich.

HÄUFIGE FRAGEN ZU HASHIMOTO-THYREOIDITIS

Woher kommt der Name Hashimoto-Thyreoiditis?

am Donnerstag, 13 April 2017. erstellt in Hashimoto-Geschichte

Dr. Hakaru HashimotoEin japanischer Chirurg ist der Namensgeber für die Hashimoto-Thyreoiditis

Seine Doktorarbeit : "Zur Kenntnis der lymphomatösen Veränderung der Schilddrüse (Struma lymphomatosa)" veröffentlichte Hakaru Hashimoto im Alter von 30 Jahren im Jahre 1912 in der Deutschen Zeitschrift "Archiv für Klinische Chirurgie".

Er war zu diesem Zeitpunkt chirurgischer Assistenzarzt an der Universitätsklinik Kyushu, die zur Universität Kyoto gehörte.
Hashimoto wurde am 5. Mai 1881 in einem Dorf in der Mie Präfäktur südöstlich von Kyoto geboren. Obwohl er der dritte Sohn der Familie war, wurde er wie der älteste Sohn erzogen, da seine beiden Brüder bereits vor seiner Geburt gestorben waren. Einige der Vorfahren Hashimotos waren Mediziner. Sein Großvater Gen'i Hashimoto war Chirurg, der westliche Operationstechniken in Japan einführte. Auch sein Vater Dr. Kennosuke Hashimoto war Mediziner und leitete eine kleine Klinik auf dem Lande. Der Vater starb in der Zeit als Hakaru noch Schüler war. Auch dies war für ihn ein Grund sein Studium an der Medizinischen Hochschule in Fukuoka aufzunehmen, wo er 1907 sein Examen ablegte.
Danach arbeitet er als chirurgischer Assistenzarzt an dieser Hochschule, die später umbenannt wurde und unter dem Namen Universitätsklinik Kyushu fimierte. Unter seinem Chefarzt Professor Miyake wurden an dieser Klinik viele Schilddrüsenoperationen durchgeführt und die entnommenen Schilddrüsen histologisch untersucht. Bei vier Patientinnen fiel Hashimoto auf, dass sich in der Schilddrüse zahlreiche Lymphozyten fanden. Er wusste, dass Lymphozyten eine wichtige Funktion als Abwehrzellen haben. Hashimoto vermutete, dass es einen bisher unbekannten Faktor geben müsse, der das vermehrte Auftreten dieser Abwehrzellen verursacht.
Er erhoffte sich mit der Veröffentlichung in einer deutschen Zeitschrift weltweite Aufmerksamkeit zu erzielen, aber infolge der Wirren des 1. Weltkrieges geriet seine Entdeckung in Vergessenheit.
Erst  20 Jahre später im Jahre 1931 bestätigten Studien in England und in den USA, dass es sich bei der von Hashimoto beschriebenen Schilddrüsenentzündung um ein von der gewöhnlichen Struma abzugrenzendes eigenes Krankheitsbild handelt.
Nach und nach etablierte sich für diese neue Erkrankung die Bezeichnung Hashimoto. Im englischen Sprachraum als "hashimoto's desease" oder "hashimoto thyroiditis" und im deutschsprachigen vorwiegend als Hashimoto-Thyreoiditis, aber auch als Hashimoto-Krankheit oder Morbus Hashimoto.
Man ging aber immer noch davon aus, dass es sich um eine sehr seltene Erkrankung handelt.
Erst 20 Jahre später entdeckten zwei Medizinerteams aus England und den USA fast gleichzeitig Antikörper gegen Schilddrüsengewebe. Auch dann dauerte es noch Jahrzehnte bis die große  Bedeutung der Hashimoto-Thyreoiditis erkannt wurde.
Hakaru Hashimoto hat zeitlebens nichts davon erfahren, wie wichtig seine Entdeckung für die Medizin wurde. Während des 1. Weltkrieges ging er nach seiner Zeit an der Universität Göttingen im Jahre 1915 zurück nach Japan. Sein Vater war gestorben als Harakura 20 Jahre alt war und seine Mutter hatte schon lange versucht, ihn zu überzeugen, zurückzukommen, um die Leitung der kleinen Klinik auf dem Lande zu übernehmen. Nachdem auch seine Mutter plötzlich verstarb, entschloss er sich aber ins Ausland zu gehen. Nach der Veröffentlichung  seiner Doktorarbeit wechselte er an die Universität Göttingen. Dort forschte er vorwiegend über Tuberkulose. Seine Familie drängte ihn wieder zurückzukommen, da die Landklinik nach dem Tod des Vaters  finanzielle Probleme hatte.
Im Jahre 1915 kehrte er dann nach Japan zurück und übernahm die Leitung der Landklinik, die sein Vater geführt hatte.
Bei einem Hausbesuch infizierte er sich mit Typhus und 22 Jahre nach der Veröffentlichung seiner für die Medizin so wichtigen Entdeckung, für die er eigentlich den Nobelpreis verdient hätte, verstarb er am 9. Januar 1934 als unbekannter Landarzt im Alter von nur 52 Jahren.

 

Bildquelle: Wikipedia ( https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/21/Hashimoto_Hakaru.JPG/170px-Hashimoto_Hakaru.JPG )

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